Anwendung von Bohrpackern
Einsatzgebiete
- Bei trockenen und feuchten Bauteilen
- Bei wasserführenden und druckwasserführenden Rissen
- Zur Hohlraumverfüllung
- Hochdruckinjektion bis ca. 200 bar in Betonbauwerken
Anforderungen an Bohrpacker (Injektionspacker)
- Verträglichkeit der Werkstoffe mit verwendeten Injektionsstoffen
- Zuverlässige Befestigung im Bauteil
- Korrosionsbeständigkeit für im Bauwerk verbleibende Teile
- Absperrmöglichkeit
- Hohe Druckbeständigkeit



Setzen der Bohrpacker (Injektionspacker)
- Packerabstand ist abhängig von der Bauteildicke (i.d.R. 1/2 Bauteildicke = Packerabstand).
- In der Regel wechselseitig im Winkel von 45° zum Riss bohren, um den Riss in der Bauteilmitte zu treffen.
- Bohrlöcher vorbereiten, je nach Injektionsgut.
- Packer setzen und verspannen.
- Riss mit Verdämmmaterial verschließen und je nach Aufgabenstellung Rissende ca. 3-5 cm nicht verdämmen.
- Packer injizieren, bis aus dem nächsten Packer Injektionsgut austritt.
- Nach der Injektion werden die Bohrpacker entfernt bzw. nicht korrodierende Teile können im Bauwerk verbleiben.
- Bohrlöcher schließen.
Verdämmung
- Die Verdämmung verhindert das Austreten des Füllgutes während der Injektion.
- Bei Rissweitenänderung wird eine verformbare Verdämmung angebracht.
- Reparatur auftretender Leckagen mit schnellhärtenden Stoffen.
- Entlüftung vorsehen – bei senkrechten Rissen am höchsten Punkt.
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