Taupunkt
Die Luft kann bei einer bestimmten Temperatur nur eine gewisse Wassermenge aufnehmen. Bei niedrigen Temperaturen ist die Sättigungsmenge kleiner als bei hohen Temperaturen. Sinkt nun die Temperatur einer fast gesättigten Luft, so kann das Wasser nicht mehr als Dampf gehalten werden, und es bilden sich kleine Wassertröpfchen (Nebel). Die Temperatur, bei der der Sättigungsgrad erreicht ist, nennt man Taupunkt. Um dies an einem rechnerischen Beispiel zu demonstrieren: Bei einer Lufttemperatur von 20 °C ist die gebundene Wassermenge in der Luft z. B. 12,9 g/m3, was einer relativen Luftfeuchte von ca. 73 % entspricht. Nun sinkt die Lufttemperatur auf 15 °C. Bei dieser Temperatur hätte die 100%-ige relative Luftfeuchte eine Sättigungsmenge von 12,8 g/m3. In der Luft sind aber 12,9 g/m3, also 0,1 g/m3 mehr, als die Luft bei dieser Temperatur aufnehmen kann. Dieses Überschusswasser wird in kleinen Wassertröpfchen ausgeschieden. Es bildet sich Nebel. Man kann sich diese Beispielrechnung auch so vorstellen, dass die Luft zwar konstant bei 20 °C bleibt, aber auf einen Körper (z. B. Betonwand) trifft, der die Temperatur von 15 °C hat. Das Überschusswasser an diesem Berührungspunkt von Luft und Betonwand schlägt sich nieder.































