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Schleierinjektion

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Schleierinjektion

SCHLEIERINJEKTION (GELINJEKTION)

Die Abdichtung durch Vergelung, z. B. Schleier- oder Flächeninjektion, ist eine hochwirksame Alternative bei der nachträglichen Abdichtung von Ingenieur- und Verkehrsbauwerken sowie für Bauwerke im Hoch- und Wohnungsbau. Voraussetzung für eine erfolgreiche nachträgliche Abdichtung ist die Kenntnis der Ursache für die aufgetretenen Feuchteschäden.


 

Schleier- und Flächeninjektion
Schleier- und Flächeninjektion

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Anwendungsziel

  • Abdichtung erdberührter oder erdüberschütteter Bauwerke von innen heraus
  • Nachträgliches Abdichten von Elementwänden
  • Füllen von Hohlräumen und Rissen (besonderer Eignungsnachweis erforderlich)
  • Nachträgliches Abdichten von undichten Dehnfugen
  • Nachträgliche Injektion der Dehnfugen zwischen Fugenband und wasserabgewandter Bauteiloberfläche
 


Füllstoff

  • Acrylatgel (AY)

Anforderungen an die Injektionspacker

  • Zuverlässige Befestigung im Bauteil bei den verfahrensbedingten Injektionsdrücken
  • Korrosionsbeständigkeit für im Bauteil verbleibende Teile
  • Absperrmöglichkeit
  • An die erforderliche Fördermenge und die Fließeigenschaften des
  • Injektionsstoffes angepasster Querschnitt
  • Rückschlagventile mit niedrigem Öffnungsdruck

Anforderungen an die Injektionsgeräte

  • Zwangsförderung der Komponenten mit zuverlässig einstellbarem Mischungsverhältnis
  • Leistungsfähiger Mischkopf mit Rückschlagventilen und Absperrhähnen
  • Zum Injektionsmaterial passende Mischstrecke
  • Separate Hochdruck-Spülpumpe
  • Messtechnik zur Überwachung und Dokumentation von Injektions- und Dosierungsprozessen - DESOI Flow Control II,  (bitte Beratung und Prospekt anfordern.)

 

Objektbeispiele

  • Wohn- und Industriegebäude
  • Ingenieurbauwerke
  • Tief- und Kanalbau
  • Wasserbau
  • Tunnelbau

 

Packertypen

  • Bohrpacker (Stahl)
  • Schlagpacker (Kunststoff)

Einsatzgebiete

  • Das undichte Bauteil wird von innen nach außen durchbohrt
  • Das niedrigviskose, flüssige Injektionsmaterial verdrängt das vorhandene Wasser und bildet gemeinsam mit dem umgebenden Baugrund eine elastische Abdichtung bzw. einen elastischen Dichtkörper

Hinweise zum Injektionsverfahren

  • Injektionen des Baugrundes sind nach § 49 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) anzeigepflichtig
  • Vor Beginn der Vergelungsarbeiten sollte eine entsprechende Anzeige bei der zuständigen Unteren Wasserbehörde bzw. beim Amt für Umweltschutz eingereicht werden
  • Bauchemische Produkte sollten nach den Grundsätzen der Bewertung durch das DIBt einen Eignungsnachweis haben
  • Mit der Planung sollte ein fachkundiger Ingenieur beziehungsweise ein sachkundiger Planer beauftragt werden

Injektion von Dehnfugen

  • Undichte Dehnfugen werden in der Regel durch eine partielle Schleierinjektion abgedichtet
  • Undichte Arbeitsfugen werden im Bezug auf Injektionen wie Risse behandelt

Unterstützende Maßnahmen

  • Technische Beratung und Empfehlung sachkundiger Planer und Fachverarbeiter
  • DESOI Empfehlung Leistungsbeschreibungen
  • DESOI Injektions-ABC: Das Nachschlagewerk für Bauspezialisten
  • DESOI Fachprospekt: Abdichtung mit Injektionsverfahren
  • WTA Merkblatt Gelinjektion 5 – 20
  • STUVA ABI Merkblatt (Ausgabe 2014)
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